Französische Contribution 1679
Die "Französische Contribution 1679" bezieht sich auf Tributzahlungen, die von französischen Truppen nach dem Ende des Französisch-Niederländischen Krieges (1672–1679) und während der Friedensschlüsse von 1679 (Nijmegen/Saint-Germain) von deutschen Gebieten erpresst wurden. Themator Museum Digital +1
- Hintergrund: Nach dem Ende der Kampfhandlungen verblieben französische Truppen in besetzten Gebieten, insbesondere in Westfalen und Norddeutschland, und forderten Kontributionen (Zahlungen) zur Versorgung ihrer Truppen.
- Beispiele: In Dokumenten aus Westfalen wird von "französischen Plackereien" berichtet, wobei Truppen beispielsweise noch bis Februar 1680 in Soest blieben. Auch in genealogischen Quellen (z.B. der Kirchengemeinde Hude) tauchen Listen zur "Französischen Contribution 1679" auf.
- Kontext: 1679 war ein Wendepunkt, da der Friede von Saint-Germain den Schwedisch-Brandenburgischen Krieg beendete und Frankreichs Verbündeten, Schweden, Verluste gegen den Großen Kurfürsten bescherte, woraufhin Frankreich seinen Einfluss durch Besatzung und Forderungen aufrechtzuerhalten suchte.
Davon war auch die Bauerschaft Bookhorn betroffen. Hofstellen (Gebäude und Tiere) wurden erfasst und es wurde die Höhe der Abgaben festgelegt.